Zur RegionNaturparke Niederoesterreich
Seit jeher wurde und wird im Ötschergebiet trotz der rauen Höhenlage Obstbau betrieben, allerdings hauptsächlich zur Selbstversorgung und in bäuerlicher Subsistenzwirtschaft.
Durch den fehlenden Zwang zur Optimierung im Obstbau konnten sich an die Höhenlage und das Klima angepasste, alte, teils seltene Arten und Sorten entwickeln und halten – das Hochlagenobst.
Hochlagenobst bezeichnet Obstarten- und Sorten die angepasst an das raue Klima auch in höheren Lagen ab 600 Meter Seehöhe Ertrag bringen. Diese zeichnen sich neben größerer Robustheit und angepasster Reifezeit auch durch eine erhöhte Frost- und Schneetoleranz aus (vgl. Spornberger et al., 2021).
Neben den bekannten Vorzügen könnten diese Sorten auch Fähigkeiten aufweisen, von denen wir heute noch nichts wissen, wie besondere Inhaltsstoffe oder bessere Verträglichkeit.
Ziel des Projektes Hochlagenobst ist es, in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Obstbaumbesitzer*innen diese Sorten zu finden und in einem Erhaltungsprogramm für die Zukunft zu bewahren. Außerdem soll Wissen über die Bäume und Früchte selbst aber auch über deren Pflege wieder vermehrt werden.
Damit dies gelingt muss neben der Wissensvermittlung auch die Wertschätzung der Menschen für das Obst und die damit einhergehenden Vorteile gesteigert werden. Nur so kann die nachhaltige Erhaltung von Obstgärten- und Bäumen gelingen.
Auch in Zukunft wird der Naturpark weiterarbeiten, um die Wertigkeit der Obstbäume zu steigern, das Wissen, um Erhalt und Pflege fördern bzw. vermitteln und neue Forschungen vorantreiben.
Der Naturpark sieht das Projekt vorwiegend in den Säulen Bildung, Schutz und Regionalentwicklung.