Ötscher, © Mostviertel Tourismus, weinfranz.at

Die Naturpark Schulen im Naturpark Ötscher-Tormäuer

Die Kinder der Naturpark-Schulen lernen bereits in jungen Jahren ihre Heimat und die Natur besser kennen. Die LehrerInnen und NaturvermittlerInnen im Naturpark Ötscher-Tormäuer vermitteln den Kindern die Region als eine besondere und schützenswerte wahrzunehmen.

Die Säule Bildung des vier Säulen Modells der Naturparke Österreichs, welche gesamt aus Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung besteht, betrifft vor allem Einrichtungen wie Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten, aber auch diverse Infozentren. Ziel dahinter ist, den Naturpark ERLEBBAR zu machen.

Naturpark – Schulen basieren auf einer Kooperation von Naturpark, Schule und Gemeinde. Eine gute Zusammenarbeit kann dazu führen, dass eine Schule als Bildungszentrum im Naturparkgebiet gilt und damit einen besonderen Stellenwert, auch auf die Identifikation der Bevölkerung mit der Region bezogen, erreicht.

Um als Naturparkschule anerkannt zu werden, müssen die Schulen bestimmte Kriterien erfüllen und umsetzen. Zu diesen Kriterien gehört unter anderem, dass die Schule in einer Naturpark-Gemeinde liegt, es eine Ansprechperson in der Schule sowie im Naturpark gibt und eine bestimmte Anzahl an Projekten und Naturparktagen stattfindet. Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Naturpark – Philosophie in der Bildungseinrichtung das gesamte Schuljahr über präsent ist und gelebt wird.

Derzeit gibt es in Österreich 93 Naturpark-Schulen, es sind Neue Mittelschulen beziehungsweise Volkschulen. Niederösterreich liegt mit zwölf Naturpark-Schulen im Bundesländervergleich hinter dem Burgenland und der Steiermark an dritter Stelle. 2012 wurden die ersten drei Naturpark-Schulen vom Naturpark Ötscher-Tormäuer zertifiziert.

Naturpark-Schulen im Naturpark Ötscher-Tormäuer:

  • Annaberg
  • Gaming
  • St.Anton
  • Mitterbach

Gemeinsam mit diesen Schulen wurden bereits verschiedene Projekte und Wandertage umgesetzt. Beispiele dafür sind ein Projekttag zum Thema Apfel, eine Bachwanderung, eine Almwanderung aber auch Lehrerfortbildungen zu verschiedenen Naturthemen.

Als Grundlage der Zusammenarbeit fungiert das mindestens zweimal im Jahr stattfindende Vernetzungstreffen. Teilnehmer dieser Treffen sind neben den zuständigen Naturpark-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Naturvermittlerinnen und Naturvermittler sowie Lehrpersonen der Schulen. Im Zuge dieser Treffen werden zukünftige Vorhaben geklärt und Termine für gemeinsame Aktivitäten fixiert.

Am Ende des heurigen Schuljahres wird mit allen Schulen ein Projekttag zum Thema Wasser durchgeführt. Dazu wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Naturparks die Schule besuchen und mit den Kindern einen Halbtag gestalten. Mit Holzmagneten in Bärenform, welche von den Kindern bemalt werden, läuft derzeit ebenso ein weiteres Projekt. Im Zuge dessen, sollen diese Bärenmagneten von den Kindern bemalt und anschließend in der Naturpark Region zugunsten von gemeinsamen Projekten verkauft werden.

Die Zusammenarbeit der Schulen mit dem Naturpark steckt derzeit in einer großen Entwicklung. Die Kinder sollen Verbundenheit zum Naturpark Ötscher-Tormäuer, ihrer Heimat und der Natur aufbauen und die Region als eine besondere und schützenswerte wahrnehmen.

Bachelorarbeit von Sarah Ehmann