Ötscher, © Mostviertel Tourismus, weinfranz.at

Die Vielfalt zwischen Schlucht und Gipfel

Die Tier- und Pflanzenwelt im Naturpark Ötscher-Tormäuer.

Rund um den Ötscher hat die Natur seit Jahrhunderten viel Raum und Ruhe, um sich ungestört und artenreich entwickeln zu können. Entstanden ist ein alpiner Lebensraum von bemerkenswerter Vielfalt.

Im Naturpark Ötscher-Tormäuer scheinen die Alpen auf kleinstem Raum demonstrieren zu wollen, zu welchem Reichtum an Bergszenerien sie fähig sind. Das Wechselspiel aus sanften Almen, tiefen Schluchten, bizarr geformten Felsen, Wasserfällen, Höhlen und ruhigen Wäldern gefällt nicht nur den (menschlichen) Besuchern, sondern auch vielen alpinen Bewohnern, die im Naturpark ihre Heimat gefunden haben – wie zum Beispiel Gams, Rotwild, Waldohreule und sogar der Steinadler.

Wälder und Orchideen

Zu den typischen Pflanzen im Naturpark zählen Buchen- und Schluchtenwälder, Fichtenwälder, Latschengebüsche und üppige Farne. An den Felsen und auf den Kalkrasen wachsen 25 Orchideenarten, darunter die größte und spektakulärste heimische Art: der Frauenschuh.

Botanische Sensation: die Ötschergräben

Besonders viele Orchideen sind in den Ötschergräben zu finden. Durch die Reflexion der hellen Felswände bilden sich schon zeitig im Frühjahr Wärmeinseln, in denen die zarten Gewächse wie der Frauenschuh und das Knabenkraut gedeihen. Die Ötschergräben gelten aber auch aus einem zweiten Grund als botanische Sensation: Hier finden sich hochalpine Pflanzen wie Alpenrose und Enzian, die normalerweise nur 1000 Meter höher anzutreffen sind.