Das Hochbärneck und der Frühling

Bei einer Almwanderung die Mondviolen und ihre Geheimnisse kennen lernen

Rechtzeitig zum Saisonstart im Naturpark Ötscher-Tormäuer kommen sie heraus – die vielen verschiedenen Frühlingsblüher der Alm. Die spannenden Geschichten die dahinter stecken erfahren Sie bei einer Almwanderung am Hochbärneck

Schon der kräftige Duft verrät sie

Wir befinden uns im Mostviertel, genauer gesagt in St.Anton an der Jeßnitz am Weg zum Hochbärneck.

Hier entwickelt der Reifgraben, ein von Süd nach Nord fließender kleiner Gebirgsbach, ein ganz eigenes Kleinklima. In seinem Oberlauf gräbt sich das Wasser tief in die Landschaft. Kaum zu glauben, wie kräftig es riecht in der sonst eher kargen Gegend. Aber genau diese Bedingungen lieben sie und über einen Kilometer weit erblickt man die lilafärbigen Blüten der Mondviolen.

Die Mondviolen

Die wunderschön blühende Pflanze ist immer in Bachnähe zu finden. Am besten wächst sie in schattigen bis halbschattigen Bergschluchten mit hoher Luftfeuchtigkeit. Den Namen verdankt die Blume den runden, silbrig schimmernden Zwischenwänden der Schötchenfrüchte, die im Herbst übrig bleiben und an den Mond erinnern.

Die zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze besitzt herzförmige Blätter. Die weißen oder violetten Blüten stehen in kurzen traubigen Blütenständen zusammen und entwickeln einen kräftigen Duft, welcher sie schon von weitem verrät.

Halt! Halt ein – noch nicht pflücken

Auch wenn der Frühlingsblüher verlockend für einen Blumenstrauß ist, zum Pflücken gibt es einen ganz anderen Zeitpunkt, aber das erfahren Sie bei einer geführten Wanderung auf der Alm.

Auf zur Almwanderung

Wer nun neugierig geworden ist und wissen will, wann man die Mondviolen pflücken soll, der kann an einer Almwanderung teilnehmen.

Neben dem Geheimnis der lilafärbigen Pflanze werden aber noch ganz viele andere Themen besprochen. Was sind Anger, Galtvieh, Bestoßung, Germer und Schneiteln?

Am Weg über den Almboden erfahren Sie die Bedeutungen dieser Begriffe und auch interessante Details über die sommerliche Viehhaltung am Berg.

Termine: 18. Mai und 15. Juni 2016 jeweils um 14:00 Uhr beim Almhaus am Hochbärneck

Text von Franz Höbarth